Mutmachgeschichten - Positive Nachrichten

Mutmach-Geschichte – Das Patenprojekt

23.3.2020

Unser Paten-Projekt läuft an. Ich bekomme eine private Nachricht über Facebook:

„Ich lese ganz oft das Leute sich als Paten anbieten bzw. helfen wollen. Aber wie genau bekommt man diese Hilfe ? Ich denke mal nicht das sich viele trauen das öffentlich so zu zugeben. Wir selber sind eine kleine Familie mit drei Kindern und dem vierten unterwegs und durch die Entwicklung der letzten Wochen wurde mein Job, den ich nach langer Suche endlich bekommen habe, leider nur zehn Tage nach erfolgreicher Zusage wieder beendet. Nach dem mein alter Arbeitgeber schon vor der Krise zahlungsunfähig war, waren wir froh das extra Budget zu unseren Einkünften zählen zu können. Bestimmt gibt es Familien und Schicksale die dringender Hilfe brauchen als wir aber sollte sonst allen geholfen sein, wären wir für ein wenig Hilfe sehr sehr dankbar.“

Ich antworte:

„Genau so bekommt man die Hilfe! Ich gebe Deine Kontaktdaten gerne weiter und dann meldet sich jemand, mit dem Du besprechen kannst, was am Dringendsten gebraucht wird.“

24.3.2020

Schon am nächsten Tag versorgt eine Paten-Familie diese Familie mit den Nötigsten.

Ich bekomme eine private Nachricht:

„Ich wollte mich auch noch mal bei Dir bedanken. Die Hilfe kam super schnell an. Und ist es so unangenehm und trotzdem sah ich nur strahlende Augen bei der Helferin aber auch bei den Kindern als die Schokolade zur unserer Überraschung mit in den Einkaufstüten war. Ich möchte mich irgendwie revanchieren sobald dies wieder möglich ist. Wie gesagt, vielen lieben Dank für alles. Liebe Grüße.

Man könnte meinen, dass die Geschichte hier zu Ende ist und Mut macht. Mut macht, um Hilfe zu bitten aber auch Mut macht Hilfe zu geben. Strahlende Augen bei Geber und Nehmer. Das ist doch schon was. Aber nein, es geht weiter!

27.3.2020

„Guten Abend liebe Esther! Durch einen glücklichen Zufall hat mein letzter Arbeitgeber (der mich seit Monaten nicht mehr bezahlen konnte) ein Großteil meines Lohnes zur Überweisung veranlasst. Damit sind die Sorgen erstmal für einige Zeit ade. Ich bringe mich gerade mit ein einen Gabenzaun in Neuss zu errichten. Habe mit den Organisatoren auch schon Kontakt aufgenommen. Ich möchte gerne dann selber Tüten gefüllt mit Lebensmittel dort aufhängen und ich wollte fragen ob ich als Dankeschön diese Tüten nach meiner Helferin nennen darf, als danke und Anerkennung dafür, dass sie in schweren Zeiten für wildfremde Menschen da war.“

Eine Wendung, die niemand für möglich gehalten hätte. Innerhalb von vier Tagen aus der existenziellen Sorge heraus zum Helfer. Und so wundert mich diese Nachricht am Folgetag nicht:

28.3.2020

„Guten Abend, liebe Esther! Nun wurde ich vom Bedürftigen zum Helfer und Mitorganisator. Wenn das alles so klappt, dann wird es eine perfekte Mutmach-Geschichte sein!“

Natürlich wird nicht jeder diese glückliche Wendung erleben können. Dennoch macht sie Mut. Geben geht nicht nur mit Geld. Wir können Zeit und Zuhören schenken. Wir können malen und basteln für die Menschen im Altenheim. Wir können uns organisatorisch einbringen. Und wir können ein Lächeln schenken.

Wenn Du gerade selbst nicht weißt, wie es weitergehen soll, so bitte um Hilfe. Geh zu einem der Gabenzäune. Ruf Helga unter 0160/3007363 an und bitte um Hilfe durch eine Paten-Familie.

Wir sind für Dich da!

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