Coronahilfe Neuss Tagebuch - Tag 75
Mai 28, 2020

Coronahilfe Neuss Tagebuch – Tag 75

Wie ein Puzzle fügen sich die Hilfsangebote zusammen. Es ist ein warmes Gefühl, was sich ausbreitet.

Diese Woche waren die Anfragen für uns im Corona-Patenprojekt herausfordernd. Bislang war es meist mit einem oder regelmäßig wiederkehrenden Einkäufen der wichtigsten Lebensmittel getan, ergänzt um Toilettenpapier durch die Ahmadiyya Muslim Jamaat Neuss und Waschmittel, gespendet von Henkel. Manchmal waren zusätzlich Windeln oder Babynahrung erforderlich. In diesen „normalen“ Anfragen sind wir mittlerweile routiniert.

Zusätzlich ging diese Woche aber zunächst um die alte Dame (aktuell im Krankenhaus, Alex kümmert sich um die Koordination der Hilfsangebote) mit einem viel größeren Aufwand aber plötzlich auch einer viel größeren Verantwortung.

Und dann erreichte uns der Hilferuf eines 83-jährigen Reuschenbergers, der bislang die drei syrischen Familien in Holzheim und Weckhoven alleine (!) versorgt hat (trotz Berechtigungsschein wurden sie von der Tafel weggeschickt) und es jetzt aufgrund der Pflegebedürftigkeit seiner Frau nicht mehr schafft. Dort herrscht Not! Dort ist es mit „etwas Lebensmitteln“ nicht getan. Langsam tasten wir uns an diese uns so unbekannte Welt heran und versuchen zu verstehen, was am Dringendsten gebraucht wird.

Umso berührender ist es zu sehen, wie sich hier Puzzleteil für Puzzleteil findet, um diesen Familien etwas Hoffnung, Entlastung und Ruhe zu bringen.

Danke allen, die sich an diesem (oder zahlreichen anderen sozialen) Puzzeln beteiligen. Ihr seid großartig!

Und ein dickes Dankeschön an das Team: Mavi Jo, Svenja Steinfort und Annette Kreuter-Freundlieb.

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